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Fuerteventura: Einsam, endlos, einmalig – die schönsten Strände

Fuerteventura gilt als die Kanaren-Insel mit den schönsten Stränden. Im Norden lang gestreckte Dünen mit hellem, feinen Sand und der Süden mit seinen endlos scheinenden, einsamen Stränden und den verschwiegenen Buchten – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Schon von weitem ist das Tosen und Rauschen der Wellen zu hören. Je näher, umso beeindruckender ist die Kraft der Atlantikwellen mit ihrer weißen Gischt. Selbst Weitgereiste geraten ins Staunen. Die unermessliche Weite und die gigantischen Brecher machen die 15 Kilometer lange Playa de Cofete zu einem der„wildesten Strände des gesamten kanarischen Archipels“, sagt Andreas Caliman.

Brandung Playa Cofete

Brandung Playa Cofete

Braungebrannt, die blonden Haare schulterlang lässt sich seine Leidenschaft fürs Windsurfen leicht erahnen. Der gebürtige Schwabe kennt die Strände der Insel wie kaum ein zweiter. Allein die über 55 Kilometer einsame Westküste ist ihm bestens vertraut. Eine Woche braucht er zu Fuß für die Strecke, auf der man den Kontakt zur Zivilisation verlieren kann. „Stressgeplagte Manager interessieren sich für die Tour“, sagt Caliman grinsend, „endlich mal ohne Handy, nur Wind und Rauschen – Tag und Nacht.“ Er kennt jedes Tal, jeden Berg, jeden Weg. Der Deutsche, der vor 18 Jahren als Tennislehrer auf die Kanaren kam, liebt diese Insel und wird von den Einheimischen als fachkundiger Führer geschätzt. Sich am Playa de Cofete in den ausrollenden Wogen zu erfrischen empfiehlt Caliman, doch vom Schwimmen rät er unbedingt ab. „Die Strömungen sind unberechenbar“, warnt der Inselscout. Zu einem unvergesslichen Erlebnis wird dagegen ein Strandspaziergang durch den feinen Atlantik-Sand.

Weg zum Playa Cofete

Weg zum Playa Cofete

Ebenso unvergesslich ist es, wer sich Cofete über die Berge nähert. Der gut angelegte alte Pilgerweg, auf dem die Majoreros, die Einheimischen Fuerteventuras, alljährlich am 24.Juni zur Fiesta de San Juan, dem Schutzpatron Cofetes pilgern, führt vorbei an Ziegen, Hühnern und Stallungen. Ganze Kolonien der Jandía-Wolfsmilch, cardón de Jandía – das botanische Aushängeschild Fuerteventuras, begleiten den Wanderer hinauf zur Passhöhe. „Bis zum heutigen Tag hat sich in den Bergen von Jandía ein letzter Rest der ursprünglichen Vegetation erhalten“, erklärt Naturfreund Caliman und zeigt nochmals auf die wie ein Kaktus aussehende Wolfsmilch. Nach rund 1,5 Stunden ist die Passhöhe Degollada de Cofete erreicht.

Endlose Weite am Playa Cofete

Endlose Weite am Playa Cofete

Belohnt wird der Wanderer mit einem traumhaften Panorama auf die Weite Cofetes. Nach einer weiteren Stunde Fußmarsch über die stark erodierte Bergflanke der Orejas de Asno gelangt man zum kleinen Ort Cofete – nichts als ein paar Bretterbuden, die heute nur noch während der Wochenenden oder in den Ferien bezogen werden. „Einst war der 1816 gegründete Ort das wichtigste landwirtschaftliche Zentrum im Süden Fuerteventuras“, berichtet Caliman. Noch heute erinnern erodierte Terrassen und Ruinen von Kalköfen an die große Vergangenheit des Ortes.

Ajuy – starke Brandung und etwas Geschichte

Mit dem Auto gelangt man bis hinunter ans Meer. Auch hier brechen sich laut tosend die Atlantikwellen gegen die steilen Klippen der Westküste. Die Gischt spritzt meterhoch. Der tiefschwarze feine Sand und das blaue Wasser bilden einen verlockenden Kontrast. Bunt bemalte Fischerboote, leuchtend weiße, verschachtelte Fischerhäuser und der Fernblick aufs Gebirge: Ajuy ist ein Idyll und kann verzaubern. Aber es ist auch hier eher der Anblick, der fasziniert, Baden im Meer sollte man wegen der starken Brandung vermeiden. Doch eine Rast im Standcafe des Ortes mit seinen landestypischen Speisen versüßt den Aufenthalt allemal.

Playa von Ajuy

Playa von Ajuy

Und ein wenig kann man sich dann vorstellen, wie hier im Jahre 1402 Gadifer de la Salle und Jean den Béthencourt am Lavastrand die Insel betreten haben sollen. Die Eroberer seien den Palmenfluss hinauf marschiert, erzählt Caliman und besiegten Guize und Ayoze, die beiden Könige von Fuerteventura. Danach gründeten sie die Hauptstadt Betancuria mit Puerto de la Peña, dem heutigen Ajuy als Hafen, soweit die geschichtliche Überlieferung. Und wer nach guten Fotomotiven sucht, der klettert rechts vom Strand auf eine Klippe und genießt die Aussicht auf Ajuy und seinen Strand.

Cotillo – touristisches Neuland

Über mehrere Kilometer prägen die weißen Sandstrände und kleinen Buchten südlich des Ortes Cotillo im Norden der Insel das Gesicht der Küste. „Touristisch noch wenig erschlossen“, schwärmt der Strandliebhaber Caliman. Besonders am Abend, wenn die Sonne ins Meer versinkt, entfaltet Cotillo seine ganze Pracht. Die überall verteilten Lavafelsen und Steine wirken bizarr und pittoresk im rötlichen Abendlicht, das Wolkenspiel spiegelt sich im nassen Sand der rückläufigen Brandung. Caliman attestiert Cotillo zudem ausgezeichnete Badequalität. „Die vorgelagerten Felsen schwächen die Brandung ab, so dass keine Gefahr besteht.“ Und Kinder lieben das Gebiet, weil der Strand flach ins Meer abfällt. Auch Anhänger der Freien Körper Kultur kommen hier auf ihre Kosten, eine Strandbar sorgt zudem für das leibliche Wohl.

Strand von Cotillo

Strand von Cotillo

Dünen von Corralejo

Südlich des Ortes Corralejo erstreckt sich das riesige Dünengebiet des Nationalparks Parque Natural de las Dunas de Corralejo auf rund elf Kilometer Länge. Wer sich mit Nordic-Walking-Stöcken auf den Weg macht und durch den hellen, feinen Sand stapft, die Höhen und Senken der Dünen nimmt und sich einen ruhigen Platz für die Rast aussucht, der wird mit einem traumhaften Blick auf die vorgelagerten Inseln Los Lobos und Lanzarote belohnt. Auch für Kinder ist der Strand bestens geeignet. Urlauber, die gern die Sonne gänzlich unbekleidet auf ihrer Haut spüren wollen, haben hier alle Möglichkeiten. „In den kleinen Steinburgen findet man ohne weiteres zu zweit Platz, um sich vor dem Wind zu schützen“, gibt Caliman noch einen nützlichen Tipp mit auf den Weg. Wind- und Kitesurfer üben auf einem abgegrenzten Bereich.

La Pared – Gefühl vom Ende der Welt

Steil fällt die Küste zum Meer hinab.Von hier oben schweift der Blick über den knapp einen Kilometer langen feinsandigen Strand in Richtung Gebirgskette der Halbinsel Jandía. Über Stufen gelangt man hinunter in die Bucht von La Pared an der Westküste der Kanareninsel. „Ein idealer Platz zum entspannen“, bringt Caliman die besondere Qualität dieses Ortes auf den Punkt. Einsam und verlassen strahlt dieser Küstenabschnitt geradezu eine „meditative Kraft“ aus. „Man fühlt sich wie am Ende der Welt“, beschreibt Caliman treffend. Mit Sonnenbaden und dem steten Meeresrauschen im Ohr verliert der Besucher hier jedes Zeitgefühl. Ab und an erfrischt ein Spaziergang durch die Ausläufer der Brandung Körper und Geist. Wegen der gefährlichen Unterströmung ist vom Baden allerdings abzuraten.

Playa La Pared

Playa La Pared

Sotavento Paradies für Surf- und Kiteboarder

An der südlichen Ostküste der Insel verwöhnt der Playa de Sotavento auf fünf Kilometer Länge die Herzen der Windsurfer und Kiteboarder – Anfänger wie Profis. Eine Brise weht daher stets über diesen Strand. International berühmt ist der Playa durch die jährlich hier stattfindenden Windsurfing- und Kiteboarding-Weltmeisterschaften. Wer eine windgeschützes Plätzchen sucht, findet in den kleinen bewachsenen Dünen jede Menge Auswahl. FKK-Freunde flanieren gern über die beiden Strandabschnitte Playa Risco del Paso und Playa Barca und bewundern die Kunst der Surfer und Kiteboarder. Kinder fühlen sich überdies pudelwohl, denn der Strand fällt auch hier sehr flach ins Meer ab.

Playa de Sotavento

Playa de Sotavento

Geheimtipp für beste Erholung

Der Playa Mal Nombre, frei übersetzt „schlechter Name“, glänzt eigentlich mit idealen Eigenschaften. „Wer einfach nur ausspannen und Ruhe genießen will ist hier genau richtig“, sagt Caliman über den immer noch als Geheimtipp gehandelten Strand an der südlichen Ostküste. Wandert man die 21 Kilometer von Costa Calma nach Jandia sieht man überall kleine schwarze Strandburgen, die an den Hang gebaut sind. Gegen den Wind geschützt, finden hier FKK-Anhänger ein ideales Terrain. Die wenigen Strandwanderer sind eine willkommene Unterbrechung der sonst perfekten Abgeschiedenheit.

Mehr Information
Fuertescout
Andreas Caliman
Coronel Gonzalez del Hierro 62C
E -35650 Lajares / Fuerteventura
Telefon 0034 686 088 493
www.fuertescout.com


2 Gedanken zu „Fuerteventura: Einsam, endlos, einmalig – die schönsten Strände

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